Big Data – Was ist das?

Big Data war ein ganz großes Thema auf der CeBIT 2013. In diesem Beitrag möchte ich euch kurz darlegen, um was es sich bei diesem Trendbegriff handelt.

Die Menge an täglich entstehenden Daten wächst unaufhaltsam. Im letzten Jahr wurden 1,8 Zettabyte (1,8 * 10^21) an Daten produziert. Es wird weiterhin davon ausgegangen, dass sich das Datenvolumen ca. alle zwei Jahre verdoppelt. Der Mensch erzeugt einerseits in zunehmendem Maße aktiv Daten (E-Mails, SMS, soziale Netzwerke, Einkaufen, …), andererseits werden immer mehr Daten maschinell erzeugt (Internetaktivitäten, Sensoren, Energiedaten, Finanzwesen, Wissenschaft, …). Man kann sich vorstellen, dass bei der Nutzung eines Smartphones ständig unterschiedlichste Daten (inkl. Bewegungsdaten) anfallen. Es entsteht ein Überfluss an Daten, die nicht strukturiert und schwer zugänglich sind. Es ist schwierig, aus ihnen sinnvolle Informationen abzuleiten. Genau damit beschäftigt sich Big Data. Wie kann man es schaffen, diese Unmengen an Daten sinnvoll zu verknüpfen, auszuwerten und zu visualisieren, um Informationen darzustellen und z.B. Vorteile für Unternehmen zu schaffen?

Beispielsweise wird versucht, Meldungen in sozialen Netzwerken und Nachrichtenticker semantisch auszuwerten, um daraus Trends ablesen zu können. Diese werden aufbereitet und übersichtlich visualisiert.

Analyse der Fraunhofer-Gesellschaft

Das Fraunhofer Institut IAIS (Intelligente Analyse- und Informationssysteme) hat eine Innovationspotenzialanalyse für Unternehmen durchgeführt. Die primären Ziele für Unternehmen im Umgang mit Big Data sind den Ergebnissen zufolge das Erlangen von Wettbewerbsvorteilen, Umsatzsteigerung und Kostensenkung. Konkrete Anwendungen bieten sich vor allem in den Bereichen Marktforschung, Werbung und Preisfindung. So kann beobachtet werden, wie gut die Werbemaßnahmen angenommen werden oder wie die Marke in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.

Big Data kann stark zur Individualisierung beitragen. Wenn das System den Kunden kennenlernt, können Produkte auf den Kunden zugeschnitten werden. So kann ein Online-Shop beispielsweise seine Produktvorschläge individuell für jeden Kunden anpassen oder das Videoportal Vorschläge entsprechend dem Geschmack des Zuschauers unterbreiten.

Sehr spannend ist außerdem die Entwicklung hin zu intelligenteren Produkten mithilfe von Big Data. Aufwändige Sensoren an technischen Anlagen liefern Daten, mit deren Hilfe der Mensch die Anlage überwacht. In Zukunft kann es möglich werden, dass die Maschine selbst die Sensoren auswertet und etwas über sich lernt, um sich selbst zu optimieren, auf bestimmte Anforderungen einzustellen oder Ausfälle vorherzusagen.

Viele neue Möglichkeiten lassen sich demnach erschließen. Sehr kritisch zu bewerten ist allerdings die Frage nach Datenschutz- und Sicherheitsbestimmungen. Wer darf die Daten speichern und auswerten? Wer weiß schon konkret, was Google, Facebook und Co. schon heute an Daten sammeln und welche Informationen sie daraus gewinnen? Es kann in dieser Hinsicht eigentlich nur noch schlimmer werden, falls nicht klare Regeln geschaffen werden.

Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen hat ein nette Video veröffentlicht, dass kurz die Grundlagen zu Big Data erläutert:

Quellen und weiterführende Informationen:


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